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Diese älteste mitteleuropäische Zeitschrift dieser Thematik informiert über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse durch Originalarbeiten und Tutorials, Nachrichten, Reportagen, Interviews, Kommentare, Rezensionen, Personalia und Veranstaltungshinweise, kurzum: In der »Zeitschrift für Audiologie« steht alles Wissenswerte aus diesem und den benachbarten Fachbereichen wie der Pädaudiologie, Logopädie, HNO-Heilkunde, Hörgeräte-Akustik, Audiometrie, Hörgeschädigtenpädagogik etc. Darüber hinaus verbreitet die Zeitschrift die Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Audiologie.

 

Dem internationalen Charakter entsprechend, erscheinen die Originalarbeiten und Tutorials in der »Zeitschrift für Audiologie« optional in englischer Sprache (mit deutscher Kurzfassung) oder deutschsprachig (mit Summaries in Englisch). Die Tabellen- und Bildlegenden sind stets zweisprachig.

 

Für die Qualität des redaktionellen Inhalts bürgt ein Expertenteam der verschiedenen Fakultäten aus dem In- und Ausland.

 

Die Online-Plattform ist das Zentralarchiv aller wissenschaftlichen Beiträge der Fachzeitschrift und steht allen DGA-Mitgliedern und Abonnenten kostenlos im geschlossenen Bereich zur Verfügung. 

 
Audiological Acoustics | Aus der aktuellen Zeitschrift für Audiologie
Z Audiol 2015; 54 (3) 95-106 – Mocka / Baumann

Loudness perception at low frequencies with partial deafness in the high frequencies: Effect of combined electric-acoustic stimulation

 

Lautheitswahrnehmung im Tieftonbereich bei partieller Taubheit im Hochtonbereich: Effekt der kombinierten elektrisch-akustischen Stimulation

 

Moritz Mocka und Uwe Baumann
Universitätsklinikum Frankfurt, Schwerpunkt Audiologische Akustik, Klinik für HNO-Heilkunde

Abstract | The present study investigates the application of a loudness scaling procedure to review and document the transmission behavior of devices for electric-acoustic stimulation (EAS) in the low-frequency range. A total of 13 EAS supplied ears were included (mean age 56.5 years at the time of measurement, implants, processor and electrode from Med-El (Innsbruck). Pure tone hearing loss (air conduction) was 34.2 dB at 125 Hz , 47.3 dB at 250 Hz, 71.9 dB at 500 Hz and 98.1 dB at 1 000 Hz in the implanted ear at the time of the measurements. To examine the individual loudness functions a two-step category scaling procedure described by Heller (1985) and Hellbrück and Moser (1985) was applied. The measurements were performed with narrow-band noise (NBN) at center frequencies (fm) 250 Hz, 500 Hz and 1 000 Hz in each of three conditions: 1) Ear unaided, 2) Ear supplied only with acoustic unit (acoustic only), 3) Ear supplied with EAS system (acoustic / electric). The contralateral ear was blocked. The results of the loudness scaling procedure were parameterized as follows: individual loudness functions obtained in the different test conditions were compared to the loudness reference function for normal hearing given by Heller et al. (1995) for very soft (five categorical loudness units, KU) and moderate loudness (25 KU) auditory sensations . Furthermore, the residual dynamic range was recorded as a measure of the level difference between the maximum acceptable loudness level (below UCL) and the sound level that caused the softest audible perception. The comparison of the results of conditions 1) and 2) in the three examined low frequency bands demonstrates that the acoustic unit significantly contributed to the restoration of a normalized loudness function. In the NBM-ƒm 250 Hz and 500 Hz frequency range a statistically significant difference between condition 1) and condition 2) (acoustic only) could be shown in the 3 studied parameters. Furthermore, the additional use of the electric-acoustic stimulation (condition 3) showed no statistically significant difference. At NBN-ƒm 1 000 Hz the sole acoustic stimulation (condition 2) did not sufficiently normalize loudness function for the parameters “residual dynamic” and “soft loudness 5 KU”. This was achieved only by the combined stimulation (condition 3). The results at NBN-ƒm 1 000 Hz show that in the area of electric-acoustic stimulation overlap the loudness perception was synergistically combined: the residual dynamic range increased on average from 9.6 dB to 42.3 dB compared between condition 1) and 2). A further increase in residual dynamic range amounting to 64.5 dB was provided by the additional electrical stimulation in condition 3). Conclusion: The results show that with a reasonable amount of time the individual loudness function can be determined at low frequencies for EAS users. The method allows even at the initial fitting of EAS systems the precise parameterization of electric or acoustic signal processing settings.

Keywords: Cochlear Implant, electric-acoustic stimulation (EAS), hybrid stimulation, loudness scaling, fitting procedure
 
Zusammenfassung | Die vorliegende Studie untersucht den Einsatz der Methode der Lautheitsskalierung zur Überprüfung und Dokumentation des Übertragungsverhaltens von Systemen zur elektrisch-akustischen Stimulation (EAS) im Bereich des Tieftonrestgehöres. Insgesamt konnten 13 EAS versorgte Ohren eingeschlossen werden (Altersmittel der Probanden zum Zeitpunkt der Messung 56,5 Jahre, Implantate, Elektrodenträger und Prozessoren der Firma Med-El, Innsbruck). Am CI (Cochlea-Implantat) versorgten Ohr lag der mittlere Hörverlust (Reintonaudiometrie, Luftleitung) bei 125 Hz bei 34,2 dB, bei 250 Hz bei 47,3 dB, bei 500 Hz bei 71,9 dB und bei 1 000 Hz bei 98,1 dB zum Zeitpunkt der Messungen. Zur Untersuchung der individuellen Lautheitsfunktionen wurde das von Heller (1985) und Hellbrück und Moser (1985) beschriebene zweistufige Kategorialverfahren verwendet. Die Messungen wurden mit Schmalbandrauschen (SBR) bei den Mittenfrequenzen (ƒm) 250 Hz, 500 Hz und 1 000 Hz in jeweils drei Konditionen durchgeführt: 1) Ohr unversorgt, 2) Ohr versorgt nur mit Akustikeinheit (nur akustisch), 3) Ohr versorgt mit EAS-System (akustisch/elektrisch). Das nicht geprüfte Ohr wurde geblockt. Nach der Durchführung der Lautheitsskalierungen in den drei Konditionen bei den drei SBR-ƒm wurden zur Parametrisierung drei Differenzen zwischen den ermittelten Individualfunktionen und der Lautheitsreferenzfunktion für Normalhörende nach Heller et al. (1995) gebildet. Diese drei Parameter referenzierten einen sehr leisen Höreindruck (fünf kategoriale Lautheitseinheiten, 5 KU), einen angenehm lauten Höreindruck (25 KU) sowie die messbare Restdynamik (Differenz zwischen dem den leisestem Höreindruck hervorrufenden Pegel sowie dem maximal angebotenen Pegel). Der Vergleich der Ergebnisse der Konditionen unversorgt (1) mit der rein akustisch verstärkten (2) zeigte, dass die Akustikeinheit maßgeblich zum Erreichen einer normalisierten Lautheitsfunktion beitrug. Bei den SBR-ƒm 250 Hz und SBR-ƒm 500 Hz war die allein durch die akustische Verstärkung gegenüber der unversorgten Bedingung erzielte Verbesserung der Parameter jeweils statisch signifikant. Jedoch zeigte sich keine solche Veränderung mehr zwischen der Bedingung 2) und 3). Bei der höchsten geprüften Mittenfrequenz (1 000 Hz) konnte bei den Parametern „Restdynamik“ und „leiser Klangeindruck 5 KU“ mit der akustischen Stimulation allein (Bedingung 2) keine ausreichend normalisierte Lautheitsfunktion hergestellt werden. Dies wurde erst durch die kombinierte Stimulation (Bedingung 3) erzielt. Es zeigte sich im Bereich der elektrischakustischen Überlappung eine synergistische Erhöhung der Lautheitsempfindung. Der Restdynamikbereich wurde durch die akustische Verstärkung im Mittel von 9,6 dB auf 42,3 dB angehoben. Die zusätzliche elektrische Stimulation sorgte für eine weitere Erhöhung des Restdynamikbereiches auf 64,5 dB. Fazit: Die vorgestellte Methode ermöglicht bereits bei der Erstanpassung von EAS-Systemen eine Abstimmung der elektrischen bzw. akustischen Einstellung bei vertretbarem Zeitaufwand.

Schlüsselwörter: Cochlea-Implantat, elektrisch-akustische Stimulation (EAS), hybride Stimulation, Lautheitsskalierung, Anpassverfahren
 
 
Z Audiol 2014; 53 (4) 146-154 - Winkler / Holube

What do we know about the Freiburg speech test?

 

Was wissen wir über den Freiburger Sprachtest?

Alexandra Winkler, Inga Holube
Institut für Hörtechnik und Audiologie, Jade Hochschule, Oldenburg
 
Abstract | This report gives an overview of different studies about the Freiburg speech test. The methods and results of the studies are summarized and compared to the requirements of DIN EN ISO 8253-3. A historical review describes the development of the speech material until it’s recording in 1969. Several evaluations of the Freiburg speech test are structured in respect to their design and goals. The main objectives of the different studies addressed the phonemic and perceptive equivalence of the test lists, the determination of the discrimination function, and the reliability of the results in measurement with and without noise in free field and over headphone with normal-hearing and hearing-impaired listeners. This review presents the different aspect of those studies, identifies the comparability of the results, and refers to remaining questions concerning the usability of the Freiburg speech test.

Keywords:
Speech recognition, speech audiometry
 
Zusammenfassung | In dieser Übersicht werden verschiedene Aspekte des Freiburger Sprachtestes anhand von entsprechenden Veröffentlichungen dargestellt und mit den Anforderungen von DIN EN ISO 8253-3 verglichen. Ein historischer Überblick beschreibt die Entwicklung des Sprachmaterials von der Entstehung bis zur Neuaufnahme 1969. Verschiedene Beiträge zum Freiburger Sprachtest werden nach Studiendesign und Untersuchungsziel strukturiert vorgestellt. Die verschiedenen Studien untersuchten die phonemische und perzeptive Äquivalenz der Testlisten, die Bestimmung der Bezugskurven und die Reproduzierbarkeit der Daten anhand von Messungen in Ruhe und im Störschall, im Freifeld und über Kopfhörer mit normalhörenden und schwerhörigen Probanden. Dieser Beitrag soll die verschiedenen Aspekte der Studien darstellen und aufzeigen, welche Ergebnisse miteinander verglichen werden können sowie auf zurzeit noch offene Fragestellungen hinweisen.

Schlüsselwörter: Sprachverständlichkeit, Sprachaudiometrie
 
 
Z Audiol 2014; 53 (4) 139-145 - Buschermöhle / Wagener / Berg / Meis / Kollmeier

The German Digit Triplets Test (Part I): Implementations for Telephone, Internet and Mobile Devices

 

Der deutsche Ziffern-Tripel-Test (Teil I): Implementationen für Telefon, Internet und mobile Endgeräte

Michael Buschermöhle 1/2, Kirsten Carola Wagener 1/3, Daniel Berg 1/2, Markus Meis 1/3, Birger  Kollmeier 1/2/3/4
1 Cluster of Excellence Hearing4all, Oldenburg, Deutschland
2 HörTech gGmbH, Oldenburg, Deutschland
3 Hörzentrum Oldenburg GmbH, Oldenburg, Deutschland
4 Medizinische Physik, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Deutschland
 
Abstract | The digit triplets test is a hearing screening test for adults based on an adaptive speech audiometric procedure. It is available in various languages. The German version of the test has been implemented for telephone, Internet and mobile devices using audiological knowledge and data-derived parameters. The implementation details are presented and discussedas a template for a public hearing screening test. Specific requirements for the different modes of presentation are examined. For the Internet version, 192 kbps MP3 coded binaural stimuli are used. No major restriction for the acoustic presentation to the user is required. The telephone version is accessible from landline phones and is presented monaurally with a reduced acoustic bandwidth. On mobile devices, the test uses monaural headphone presentation with full-bandwidth, uncoded stimuli. The principles adopted when implementing the German digit triplets test can be used as guidelines for setting up audiological public screening tests in any other language and country.

Keywords:
adult hearing screening, telephone test, international speech audiometry, digit triplets test, HearCom
 
Zusammenfassung |  Der Ziffern-Tripel-Test ist ein Hörscreeningtest für Erwachsene, der auf einem adaptiven sprachaudiometrischen Verfahren basiert und in verschiedenen Sprachen verfügbar ist. Die deutsche Version des Tests wurde unter Einbeziehungaudiologischen Wissens und datenbezogener Parameter für Telefon, Internet und mobile Endgeräte umgesetzt. Die Details der Umsetzung werden vorgestellt und als ein Beispiel für einen öffentlichen Hörscreeningtest diskutiert. Die speziellen Anforderungen der verschiedenen Darbietungsformen werden untersucht. Die Internet-Version des Tests nutzt binaurale MP3-Stimuli, die mit 192 kbps codiert wurden. Für die akustische Darbietung sind keine wesentlichen Beschränkungen notwendig. Die Telefonversion ist von Festnetzanschlüssen erreichbar und wird monaural mit reduzierter akustischer Bandbreite dargeboten. Auf mobilen Endgeräten werden die Stimuli monaural über Kopfhörer dargeboten. Dabei wird die volle akustische Bandbreite ausgenutzt und keine Codierung verwendet. Die Prinzipien der Implementation des deutschen Ziffern-Tripel-Tests können als Richtlinien für die Umsetzung öffentlicher audiologischer Screeningtests in anderen Sprachen und Ländern verwendet werden.

Schlüsselwörter: Hörscreening für Erwachsene, Telefontest, internationale Sprachaudiometrie, Ziffern-Tripel-Test, HearCom
 
 
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© 2020 Zeitschrift für Audiologie / Audiological Acoustics