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Z Audiol 2020; 59 (2) 61–66 – Mewes/Wiesner Drucken

Breitbandige Immittanz-Messungen
Teil I: Messtechnische Grundlagen und Messergebnisse bei Erwachsenen


Wideband immittance measurements – part 1

 

Alexander Mewes¹, Tobias Wiesner²
¹Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Kiel, ²Werner Otto Institut, Hamburg

 

Zusammenfassung: Zur Diagnostik von Mittelohrerkrankungen kommt im klinischen Alltag neben der Tonschwellenaudiometrie standardmäßig die Tympanometrie zum Einsatz. Die klassische Tympanometrie mit einer Messfrequenz bei 226 Hz ist jedoch wesentlich von der Platzierungstiefe der Messsonde im äußeren Gehörgang abhängig und wird der Frequenzabhängigkeit des Mittelohres nicht gerecht. Für die Praxis bedeutet dies, dass der diagnostische Nutzen der Tympanometrie für bestimmte Erkrankungen des Mittelohres, besonders bei Kleinkindern, limitiert ist. Eine neue Möglichkeit zur erweiterten Mittelohrdiagnostik stellt die sog. Breitband-Absorbanz-Tympanometrie dar. Dabei wird im Gehörgang das Absorptionsvermögen von Schallenergie (Energie-Absorbanz) erfasst, welches nahezu unabhängig von der Platzierungstiefe der Messsonde ist. Als Stimulus wird ein Klick-Reiz verwendet, der die Antwort des Mittelohres in einem breiten Frequenzbereich erfasst. Durch die Erweiterung des Frequenzbereiches kann die breitbandige Absorbanz-Tympanometrie – bei vergleichbarer Messdauer – die Sicherheit bei der Diagnostik bestimmter Mittelohrerkrankungen im Vergleich zur klassischen Tympanometrie erhöhen. Ziel dieses Tutorials ist es, dem Leser messtechnische Unterschiede zwischen der klassischen und breitbandigen Tympanometrie zu vermitteln. Zudem soll anhand ausgewählter Mittelohrerkrankungen erläutert werden, inwiefern die Breitband-Absorbanz-Tympanometrie gegenüber der klassischen Tympanometrie einen diagnostischen Mehrwert erbringen kann.

Stichwörter: Mittelohr, Tympanometrie, Impedanz, Admittanz, Reflektanz, Absorbanz

 

Abstract: In addition to pure tone audiometry, the tympanometry is used as standard for middle ear diagnostics in clinical practice. However, conventional tympanometry with a probe frequency of 226 Hz essentially depends on the probe insertion depth in the outer ear canal, and does not account for the frequency dependence of the middle ear. In practice this means that the diagnostic value of conventional tympanometry is limited for certain middle ear disorders, especially in infants. Wideband absorbance tympanometry offers a new approach for extended middle ear diagnostics. Here, the absorption capacity of sound energy (energy absorbance) is measured, which is almost independent of the insertion depth of the probe. The middle ear response is measured applying a click stimulus in a wide frequency range. By extending the frequency range compared to the conventional tympanometry, wideband tympanometry can increase the diagnostic certainty for specific middle ear disorders without longer measurement duration. The aim of this tutorial is to impart knowledge to metrological differences between conventional and wideband tympanometry. Moreover, selected middle ear disorders will be used to explain how wideband tympanometry can provide an additional diagnostic value compared to conventional tympanometry.
 

Keywords: middle ear, tympanometry, impedance, admittance, reflectance, absorbance



 
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© 2020 Zeitschrift für Audiologie / Audiological Acoustics