Summary of longitudinal outcomes of cochlear implantation in children with congenital single-sided deafness in Belgium
Zusammenfassung der Langzeitergebnisse von Cochlea-Implantaten bei Kindern mit angeborener einseitiger Taubheit in Belgien
Astrid van Wieringen
Department of Neurosciences, Experimental Oto-rhino-laryngology, KU Leuven, Belgium

Abstract: Children with single-sided deafness (SSD) experience difficulties with localizing sounds and understanding speech in noisy environments and may also be at risk for speech-language delays. Providing a cochlear implant (CI) at an early age may support performance across multiple domains. Between 2014 and 2024, three groups of children were followed up at regular intervals: Children with SSD who had received a CI in the deaf ear at a very early age, children with SSD, and children with bilateral normal hearing. Longitudinal analyses show that the children with SSD who did not receive a CI were at risk for grammar skills, poorer speech perception in noise, sound localization, and verbal IQ. Children with SSD and CI were on par with normal hearing children regarding grammar and speech perception in noise. An overview of the main findings are presented here. These confirm that children with congenital SSD can benefit from a CI provided at an early age to support their development across multiple domains. The longitudinal data led to a federal
policy change in health care in Belgium.

Keywords: cochlear implantation, single-sided deafness, language, sound localization, speech perception in noise

Zusammenfassung: Kinder mit einseitiger Taubheit (Single-sided Deafness, SSD) haben Schwierigkeiten, Geräusche zu lokalisieren und Sprache in lauter Umgebung zu verstehen. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Sprachentwicklungsverzögerungen. Die frühzeitige Versorgung mit einem Cochlea-Implantat (CI) kann die Entwicklung in verschiedenen Bereichen fördern. Zwischen 2014 und 2024 wurden drei Kindergruppen regelmäßig untersucht: Kinder mit SSD, die bereits im frühen Kindesalter ein CI im tauben Ohr erhalten hatten, Kinder mit SSD und Kinder mit beidseitig normalem Hörvermögen. Längsschnittanalysen zeigen, dass Kinder mit SSD ohne CI ein erhöhtes Risiko für Defizite in Grammatik, Sprach verstehen im Störgeräusch, Schalllokalisation und verbaler Intelligenz aufwiesen. Kinder mit SSD und CI erreichten hinsichtlich Grammatik und Sprachverstehen im Störgeräusch das Niveau normalhörender Kinder. Die wichtigsten Ergebnisse werden hier zusammengefasst. Sie bestätigen, dass Kinder mit angeborener SSD von der frühzeitigen CI-Versorgung profitieren, um ihre Entwicklung in verschiedenen Bereichen zu unterstützen. Die Längsschnittdaten führten zu einer Änderung der Gesundheitspolitik in Belgien.

Stichwörter: Cochlea-Implantation, einseitige Taubheit, Sprache, Schalllokalisation, Sprachwahrnehmung im Störgeräusch

Erstveröffentlichung in: GMS Z Audiol (Audiol Acoust) 2025;7:Doc14. DOI: 10.3205/zaud000077

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